Bildung und Erziehung

Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflegestellen sollen nach dem gesetzlichen Willen, die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern, und die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen.

Bildung beginnt mit der Geburt. Von Anfang an setzen sich Kinder aktiv und neugierig mit der Welt auseinander und entwickeln nach und nach ein Verständnis von Zusammenhängen, entdecken die Welt ganzheitlich.


Bildung ist daher vor allem Selbstbildung und vollzieht sich in komplexen Zusammenhängen.

Mit fortlaufendem Alter erweitern, differenzieren und erneuern Kinder ihr Bild von der Welt.

Wichtig bei diesem Selbstverständnis ist, nicht zu fragen wie Erwachsene Kindern etwas vermitteln können, sondern welche Bedingungen Kinder brauchen, um selbst Fragen stellen und Antworten suchen zu können.

(vgl. Erfolgreich Starten –Leitlinien zur Bildung in Kindertageseinrichtungen SH-).

Dieses Selbstverständnis von Elementarbildung geht weniger vom „Wissen“ als vom „Können“ aus. Wissen meint den von Kindern in der Schule anzueignenden Stoff. Das Selbstverständnis im Elementarbereich berücksichtigt wie wichtig die körperliche, grob- und feinmotorische Entwicklung für die Entfaltung intellektueller Fähigkeiten ist. Die Bildung von Sozial- und Selbstkompetenzen werden bei diesem Selbstverständnis in den Mittelpunkt gestellt. Die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen ist durch das Prinzip der ganzheitlichen Förderung geprägt. Das Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflegestellen (KiTaG SH) hat seit 2005 einen klaren Bildungsauftrag formuliert und sechs Bildungsbereiche benannt. Diese Bildungsbereiche sind nicht abgegrenzt umsetzbar, sondern greifen ineinander. Die Umsetzung des Bildungsauftrages erfolgt in der Regel durch die Gestaltung des Kinderalltages in Kindertagesstätten und Tagespflegestellen. 

Kita’s und Tagespflegestellen:
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zielen auf die Förderung kindlicher Kompetenzen
-          betrachten Kinder als eigenständige aktive kleine Menschen
-          stellen die Selbst-Bildungs-Potentiale von Kindern in den Mittelpunkt
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begleiten Kinder in ihren individuellen Bildungswegen und eröffnet ihnen neue 
     
Bildungswelten
-          vermitteln das Bildungskonzept der Kita zielgruppengerecht
-          bieten Eltern Hilfestellungen in schwierigen Lebenslagen oder vermittelt diese
-          kooperieren mit den Schulen
-          verstehen sich als aktiven Partner im Gemeinwesen. 

Jede Kita und viele Tagespflegestellen verfügen über ein individuelles Konzept aus dem die pädagogische Ausrichtung und Schwerpunktarbeit hervor geht.

Auch in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg wird der Bildungsauftrag bei der Kinderbetreuung sehr ernst genommen. Die Aufsichtsbehörden überprüfen dabei, ob die Vorgaben eingehalten werden, und helfen gern bei der Planung und Umsetzung von neuen Konzepten bzw. helfen bei der Weiterentwicklung.





 
 
Kreis Steinburg Keis Dithmarschen